Zertifikat für das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus RLP

Kachel zur TestierungDas „Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz“, dessen Landeskoordinierungsstelle sich im Landesjugendamt befindet, hat es geschafft. Ein rund zweijähriger arbeitsreicher, aber letztlich auch ertragreicher Qualitätsentwicklungsprozess entsprechend der “kundenorientierten Qualitätstestierung für Beratungsorganisationen“ (KQB) der Firma ARTSET in Hannover konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Als Zeichen dafür wurde dem Beratungsnetzwerk am 6. November 2013 im Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz beim abschließenden Workshop zur Entwicklung „strategischer Entwicklungsziele“ eine von einem Künstler handbemalte Fliese als Symbol der gemeinsamen Arbeit übergeben. Die Fliese ist Teil eines großen Netzwerkbildes. Deren Besitzer sind somit Teil eines größeren Ganzen. http://artset-kqb.de/cms/unser-service/netzwerkbild0.html

Bei einem Treffen am 11.11. und 12.11.2013 hat Felix Eitel als Landeskoordinator des rlp. Beratungsnetzwerks stellvertretend für dessen Mitglieder in Berlin das eigentliche Testat erhalten. Anwesend waren unter anderem Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Träger des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN, der Regiestelle des Bundesprogramms (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Angelegenheiten (BAFZA)) und Landeskoordinatoren der anderen Beratungsnetzwerke in allen Bundesländern sein. Einige von diesen haben ebenfalls das Testat erhalten.

Der Qualitätsentwicklungsprozess beinhaltete die Entwicklung eines Leitbildes, die genaue Definition von „gelungener Beratung“, die Entwicklung eines Flussdiagramms des „Schlüsselprozesses“ Beratung sowie die Weiterentwicklung des vorhandenen Dokumentations- und Evaluationskonzeptes.Zertifikat

Insgesamt mussten 11 unterschiedliche „Qualitätsbebereiche“ bearbeitet werden. Dafür wurden die „Lenkungsgruppe Qualitätsprozess“ und verschiedene Unterarbeitsgruppen („Qualitätszirkel“) gebildet sowie ein straffer Arbeitsplan festgelegt. Herr Eitel nahm darüber hinaus an verschiedenen, durch ARTSET - Mitarbeiter geleiteten Qualitätsentwicklungsworkshops teil und brachte das neue Wissen „zuhause“ ein.
Der Qualitätsentwicklungsprozess bzw. die somit (weiter)entwickelte Qualität im Beratungsnetzwerk waren in einem umfänglichen „Selbstreport“ mit vielen verpflichtenden Nachweisdokumenten darzustellen. Der den Selbstreport prüfende Gutachter wurde von uns in der Landeskoordinierungsstelle empfangen. Dabei ging es vor um die Überprüfung der Erfüllung der von ihm im Gutachten formulierten Auflagen. Offen-sichtlich war alles zu seiner Zufriedenheit, so dass es zum bereits oben erwähnten Abschlussworkshop mit Fliesenübergabe kam.

Alle Mitglieder des Beratungsnetzwerkes wirkten mit großer Motivation in diesem Prozess mit. Dies gilt insbesondere für die sogenannten „Beratungsknoten“, die als Regionalstellen vor Ort die konkreten Beratungen durchführen. Eine wichtige fachliche Stütze war auch der externe Qualitätsberater Martin Rüttgers´.

Der Qualitätsprozess ist mit der Testierung nicht zu Ende. Er wird (auf notwendigerweise kleinerer Flamme) fortgeführt werden bzw. er ist zum „Dauerthema“ im gesamten Beratungsnetzwerk geworden. Die ab 2014 sich weiterhin (vierteljährlich) treffende „Lenkungsgruppe Qualität“ und eine zukünftig jährlich stattfindende zweitägige Qualitätsklausur stehen beispielhaft dafür.

Sollten wir in rund vier Jahren die bereits oben erwähnten „strategischen Entwicklungsziele“ erreicht haben, ist eine Retestierung durch ARTSET möglich.