Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz versuchen Rechtsextremisten Anhänger für ihre menschenfeindliche und antidemokratische Denk- und Handlungsweise zu gewinnen. Sie wollen durch unterschiedlichste Aktivitäten Aufmerksamkeit erzielen und Einfluss nehmen, so dass Kommunen, Schulen und sonstige Institutionen, aber auch jede(r) Einzelne von Vorkommnissen mit rechtsextremistischem, antisemitischem oder fremdenfeindlichem Hintergrund betroffen sein können.

Zur besseren Bewältigung solcher Situationen bietet das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz anlassbezogene Unterstützung vor Ort. Fachleute von staatlichen und nicht-staatlichen Einrichtungen, die ein Expertennetzwerk bilden, beraten Betroffene wie z.B.:

  • Kommunen
  • Institutionen
  • Initiativen
  • Bürgerinnen und Bürger

Die Hilfe erfolgt schnell, unbürokratisch und kostenlos.

Die Idee 
Die Bündelung von Erfahrungen und unterschiedlichen Kompetenzen in den Bundesländern ist die Grundidee und die entscheidende Ressource der Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus. In Rheinland-Pfalz bilden Fachkräfte von mittlerweile 18 staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen einen feststehenden Expertenpool innerhalb des Beratungsnetzwerks.

Die Organisationsstruktur
Herzstück des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz ist ein Pool von Experten. Es verknüpft unterschiedlichste Kompetenzen, die bedarfsorientiert Mobile Interventionsteams für die  Bekämpfung von Rechtsextremismus bilden und unterstützen. Die Unterstützung der MITs erfolgt sowohl fallübergreifend wie fallbezogen. Aufgabe der Mobilen Interventionsteams ist, örtliche Krisen zu analysieren, wichtige lokale „Schlüsselpersonen“ zu identifizieren und mit diesen gemeinsam einen Interventionsplan zu erarbeiten. Daran anschließend begleiten die Mitglieder des Mobilen Interventionsteams die Umsetzung des Interventionsplanes in den Kommunen. Zusätzlich gibt es vier sogenannte Beratungsknoten, die als personalisierte Sensoren und Aktivposten in ihren Regionen fungieren und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Landeskoordinierungsstelle, die im Landesjugendamt verortet ist, nimmt die Meldungen von Betroffenen entgegen und koordiniert die Aktivitäten innerhalb des Beratungsnetzwerks.

Landeskoordinierungsstelle
Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung – Landesjugendamt – ist in seiner Funktion als Landeskoordinierungsstelle Ansprechpartner für Betroffene. Es steuert die  Hilfen des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz.